Für die Online-Version des Newsletters bitte hier klicken.

Dezember 2018

 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
 
 

viele Börsianer werden das Jahresende herbeisehnen. Das war wirklich nix. Vom Hoch aus haben wir im DAX rund 23 % verloren.

Aber wie sieht das eigentlich im historischen Vergleich aus?

In diesem Chart sehen Sie die DAX-Korrekturen der Geschichte ab 20 %. Da waren schon heftige Einbrüche dabei. Noch vor (!) dem Run auf über 8000 im Jahr 2000 und vor dem gigantischen Crash um fast drei Viertel brach der DAX schon mal fast 40 % ein.

Sicherlich unvergessen auch der herbe Crash im Zuge der Finanzkrise 2008/2009, der den DAX mehr als die Hälfte an Punkten kostete. Und die Zahl war noch geschönt durch eine monströse Performance der VW-Aktien (damals wollte Porsche VW übernehmen).

2001 schickte ein Wiederaufflammen der Eurokrise den deutschen Aktienmarkt nochmal fast 35 % nach unten. 2015 machte sich der DAX auf den Weg zu einem neuen Alltimehigh über 12000, beflügelt vom europäischen QE-Programm.

 
 
 
 

Als ich den Chart erstellte, hatte ich mit Verwunderung auf den Einbruch Anfang 2016 geblickt. Irgendwie hatte ich das verdrängt – der DAX stand im Februar 2016 ganz kurz bei 8700!

Und heute, während ich diese Zeilen schreibe, sind wir bei 10560, Deutschlands Anleger sind in Trauerstimmung.

Ich sage es Ihnen ganz ehrlich: Ich weiß nicht, wie weit diese Korrektur gehen wird. Es gibt vieles, das dafür spricht, dass es noch um einiges tiefer gehen kann. Man wird auch Argumente finden, die für eine baldige deutliche Gegenbewegung sprechen. Das ist etwas, das man kurzfristig im Trading austarieren muss.

Was aber wirklich jeder erkennen wird: Es ging nach jeder noch so heftigen Korrektur danach wieder hoch und es gibt dann irgendwann immer wieder neue Alltimehighs. Das ist die Message, die man als INVESTOR, nicht als Trader, mitnehmen sollte. Je jünger Sie gerade sind, desto wichtiger ist diese Erkenntnis für Sie.

Denn wenn man jetzt in der Bewegung nach unten einfach z.B. alle 500 oder 1000 Punkte ETFs kauft, mit dem Wissen im Hinterkopf, dass man 20,30 Jahre Zeit hat, dann wird wahrscheinlich nix anbrennen, wie man bei uns in Bayern sagt. Irgendwann muss man halt mal den Mut aufbringen, zu kaufen. Wie hat der Kollege Sascha Gehbard, den ich sehr schätze, mal gesagt: Wer bei 11000 oder 10000 nicht kauft, der kauft dann auch bei 8000 nicht...es ist was Wahres dran.

Aber zurück zu Ihnen, liebe Leser: Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, und das meine ich wirklich. Dass Sie uns die Treue halten, uns Feedback geben, Vorschläge machen. Und auch dafür, dass Sie über das eine oder andere aufgetretene Problem hinweggesehen haben. Wir haben hier schon sehr viel verbessert und wollen und werden auch noch weiter optimieren. Versprochen!

Im Namen des gesamten Teams ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich tolles 2019!

Ihr

Daniel Kühn

 
 
Anzeige
 
 
 

Wurde Ihnen der Newsletter weitergeleitet? Melden Sie sich hier an ›

 
Sollten Sie keine weiteren E-Mails mehr wünschen, können Sie sich jederzeit abmelden.